Was sind Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze?

Was sind Kinder- und Jugendfarmen?


Sie sind eine Mischung aus Abenteuerspielplatz und Kinderbauernhof, ein wertvoller Freiraum für Kinder und Jugendliche zum Toben, Klettern, Basteln, Bauen, Ausprobieren und Entdecken.

Dazu wird ein Gelände von 3000 qm und mehr benötigt. Es sollte natürlich und möglichst wohnortnah – für die Besucher leicht erreichbar – liegen. Für den Anfang reichen Bauwagen und Kompost-Toilette.

Betreut durch pädagogisch qualifizierte Mitarbeiter oder auch ehrenamtlich stehen die Plätze nachmittags offen für alle Kinder und Jugendliche, unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Es soll ein Ort sein, an dem sie in freier Natur handelnd spielen und lernen können, an dem sie gemeinsam Pflanzen, Tiere, Handwerk und Kultur praktisch begreifen und erfahren.

Grundelemente sind (je nach Möglichkeiten des Geländes und der personellen Kapazität): 

1. Baubereich: Hütten u.a. aus Holz, Lehm, Stein und anderem Material, sowie verschiedene Handwerke
2. Pflanzenbereich:
- Nutz- und Ziergarten,
- Bäume/ Büsche/Wiese etc. auf dem Gelände,
- Landschaftsformen – Flora der Umgebung
3. Tierbereich:
– Kleintiere (Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen …)
– Nutztiere (Hühner, Schafe …)
– Reittiere (Ponys, Esel oder Pferde),
– Fauna der Umgebung
4. Kinderkultur im Freien: Theater, Musik, Kunst, Erkundung der Umgebung/des Heimatortes …

Erkläre es mir – und ich werde es vergessen. 
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern. 
Lass es mich selber tun – und ich werde es verstehen. 
(Konfuzius)

Was ist möglich? 

– Lagerfeuer, Hütten bauen, gestalten, gärtnern, kochen, Theater spielen, Tiere beobachten, pflegen, versorgen, Pony reiten und vieles mehr.

– Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche als tägliches offenes Angebot nachmittags in freier Natur zu bieten.

– Wir arbeiten mit Schulen als „außerschulischer Lernort“ in dem Sinne „Spielen bildet“ zusammen. So können vormittags Schulklassen und Kitagruppen einen Ausflug zur Farm unternehmen sowie praktisch orientierte Unterrichtseinheiten in Sachkunde, Biologie, Kunst oder Werken als handelndes Lernen durchführen.

– Nachmittags haben Arbeitsgemeinschaften im Rahmen der Ganztagsschule Gelegenheit, in der Natur Projekte vom Baum-Pflanzen bis zum Bau der idealen Hütte umzusetzen.

– Schulische Betreuungen, Kitas und andere Gruppen können ein solches Spielgelände mit ihren
Kindern regelmäßig besuchen oder auch, wo möglich, als Schulprojekt selbst starten.