*Einen guten Start für Alle in 2021 wünscht der AJAH*

Liebe AJAHler*innen,

Viele unserer Projekte machen sich nach der Weihnachtspause an die Jahresplanung 2021, was angesichts der unklaren Corona-Lage nicht leicht ist. Meiner Einschätzung nach wird die Pandemie uns bis April noch sehr heftig belasten. Man kann dann hoffen, dass die Zahlen ab Mai entsprechend der Entwicklung vom letzten Jahr spürbar zurückgehen, so dass man die Möglichkeit hat, im ausgehenden Frühjahr und Sommer Öffnungszeiten und Angebote entscheidend wieder hochzufahren. Im Herbst dürfte uns dann wegen der bis dahin stattgefundenen Impfungen und entwickelten Akut-Medikamenten ein 3./4. Lockdown erspart bleiben.

Nichtsdestotrotz sollten wir uns gut überlegen, ob wir nicht eingeschränkt unter Beachtung der AHA-Regeln und Vorgaben auch bis Ostern teilöffnen. Für die Kids ist es jedenfalls besser als zu schließen. Sie zocken dann stundenlang auf Tablets und das "Leben" wird ihnen durch den Fernseher vermittelt. Die Schulen, wo das Infektionsrisiko 20mal höher als draußen ist, werden auch nicht bis Ostern geschlossen bleiben (egal wie die aktuelle Debatte ausgeht)! Eingeschränkter offener Betrieb nachmittags und Besuch geschlossener Gruppen (die sowieso in Kita/Schule zusammen sind) am Vormittag wäre meine Empfehlung, die auch viele Einrichtungen wie die ASPs Riederwald z.B. umsetzen wollen. Dankbare Eltern kann man dann gleich als Mitglieder werben.

Zum Schluss noch eine Bitte:                                                                                        

Falls ihr positive Erfahrung mit Zuschüssen oder auch mit der Regelung von Öffnungszeiten (die sich bewährt haben) macht, schickt mir doch diese bitte kurz zu. So brauch nicht jede*r alles neu ausprobieren, wir ersparen uns als solidarische Gemeinschaft Arbeit und können uns gegenseitig motivieren.   

Ich wünsche euch allen einen guten Jahresauftakt trotz der widrigen Umstände! Nutzt die Zeit zur guten Planung und der Herrichtung der Gelände, soweit das möglich ist.  

Herzliche Grüße

Willy Juch              




Was ist der AJAH?

Arbeitskreis der Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze in Hessen 

Abenteuerspielplätze gibt es in Frankfurt seit über 40 Jahren. 1993 wurden die ersten Jugendfarmen in Hessen gegründet. 2009 schlossen wir uns zu einem gemeinsamen Arbeitskreis zusammen.

Wir arbeiten eng mit dem Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze (www.bdja.org) zusammen, dem bundesweiten Dachverband für pädagogisch betreute Spielplätze der offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Hier kann man Mustersatzungen, Konzeptionen und andere Infos erhalten.
Die Treffen des AJAH finden 2mal im Jahr auf einer unserer Einrichtungen statt. Wir halten darüber hinaus Kontakte zwischen den einzelnen Einrichtungen, bilden uns fort, besuchen uns gegenseitig usw., um durch die Vernetzung Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen, neue Ideen zu entwickeln und Termine der einzelnen Einrichtungen weiter zu geben.

Wir möchten Eltern, Pädagogen und Politiker anregen als auch dabei unterstützen, selbst ein solches Projekt in ihrer Gemeinde aufzubauen. Kinder und Jugendliche brauchen heute ein solches Gelände, an dem Ort, wo sie leben!

AJAH - wir helfen dabei!


Was sind Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze?

Was sind Kinder- und Jugendfarmen?


Sie sind eine Mischung aus Abenteuerspielplatz und Kinderbauernhof, ein wertvoller Freiraum für Kinder und Jugendliche zum Toben, Klettern, Basteln, Bauen, Ausprobieren und Entdecken.

Dazu wird ein Gelände von 3000 qm und mehr benötigt. Es sollte natürlich und möglichst wohnortnah – für die Besucher leicht erreichbar – liegen. Für den Anfang reichen Bauwagen und Kompost-Toilette.

Betreut durch pädagogisch qualifizierte Mitarbeiter oder auch ehrenamtlich stehen die Plätze nachmittags offen für alle Kinder und Jugendliche, unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Es soll ein Ort sein, an dem sie in freier Natur handelnd spielen und lernen können, an dem sie gemeinsam Pflanzen, Tiere, Handwerk und Kultur praktisch begreifen und erfahren.

Grundelemente sind (je nach Möglichkeiten des Geländes und der personellen Kapazität): 

1. Baubereich: Hütten u.a. aus Holz, Lehm, Stein und anderem Material, sowie verschiedene Handwerke
2. Pflanzenbereich:
- Nutz- und Ziergarten,
- Bäume/ Büsche/Wiese etc. auf dem Gelände,
- Landschaftsformen – Flora der Umgebung
3. Tierbereich:
– Kleintiere (Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen …)
– Nutztiere (Hühner, Schafe …)
– Reittiere (Ponys, Esel oder Pferde),
– Fauna der Umgebung
4. Kinderkultur im Freien: Theater, Musik, Kunst, Erkundung der Umgebung/des Heimatortes …

Erkläre es mir – und ich werde es vergessen. 
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern. 
Lass es mich selber tun – und ich werde es verstehen. 
(Konfuzius)

Was ist möglich? 

– Lagerfeuer, Hütten bauen, gestalten, gärtnern, kochen, Theater spielen, Tiere beobachten, pflegen, versorgen, Pony reiten und vieles mehr.

– Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche als tägliches offenes Angebot nachmittags in freier Natur zu bieten.

– Wir arbeiten mit Schulen als „außerschulischer Lernort“ in dem Sinne „Spielen bildet“ zusammen. So können vormittags Schulklassen und Kitagruppen einen Ausflug zur Farm unternehmen sowie praktisch orientierte Unterrichtseinheiten in Sachkunde, Biologie, Kunst oder Werken als handelndes Lernen durchführen.

– Nachmittags haben Arbeitsgemeinschaften im Rahmen der Ganztagsschule Gelegenheit, in der Natur Projekte vom Baum-Pflanzen bis zum Bau der idealen Hütte umzusetzen.

– Schulische Betreuungen, Kitas und andere Gruppen können ein solches Spielgelände mit ihren Kindern regelmäßig besuchen oder auch, wo möglich, als Schulprojekt selbst starten.