Aktuelle Informationen

*ERINNERUNG:  Mini-Austauschwochenende (ATW) in Frankfurt vom 25. - 27.06.21. Meldet euch bei Interesse unter <https://www.bdja.org/fortbildung/austausch-und-weiterbildungsveranstaltungen-kurse/>   an.  

Ein solches ATW findet auch nicht jedes Jahr in unserer Region statt! 

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Protokoll des digitalen Treffens vom AJAH
Arbeitskreis der Jugenfarmen und Abenteuerspielplätze

1) Das Protokoll des digitalen AJAH-Treffen / 13.03.2021

Vorstellungsrunde der Teilnehmer*innen, Betrieb in Corona-Zeiten, Naturerfahrungsräume, AJAH Jahresbericht und Ausgaben 2020, Partizipation von Kindern, Jugendlichen und Engagierten.1.VorstellungsrundeDiese dient der Vorstellung teilnehmenden Personen genauso wie der Info über das Projekt, das sie vertreten. Simone Hauke kommt von der Jugendfarm (Jufa) in Ingelheim. Sie haben Tiere unter a. Ponys, ein 7000 qm großes Gelände und seit einem guten Jahr 2 Stellen, die von der Kommune Ingelheim und vom Kreis finanziert werden. Sie haben auch Farm online gemacht, öffnen Ostern wieder und haben die Fraktionen vom Kreis eingeladen. Auch hier gilt das Motto: Gute Arbeit mit Kindern gilt es den Politikern und politischen Institutionen zu vermitteln. Dies ist die beste Lobbyarbeit, die gerade wir für Kinder leisten können. Andrea Ruppert leitet den Abenteuerspielplatz (ASP) Nordweststadt in Frankfurt. Dieser besteht bereits seit 40 Jahren und wird kommunal von der Stadt Frankfurt betrieben. Das dazu gehörige Kinderhaus ist jetzt geöffnet und das 6500 qm große Gelände wird derzeit zu einem inklusiven ASP umgebaut. Simon Jerina von der Jufa „Jimbala“ in Friedberg berichtet, dass sie noch nicht geöffnet haben, aber Osterferienspiele planen. 2 Stellen werden dort über die Stiftung „Aktion Mensch“ finanziert. Julia Falken unterrichtet an einer Grundschule in Baunatal (so ermöglichen unsere digitalen Treffen, dass auch Teilnehmer*innen aus Nordhessen dabei sind, was mich sehr freut). Ihre Schule liegt direkt am Wald und sie möchte Elemente von JuFas/ASPs als auch Tiere in die Arbeit mit einbauen. Man sieht, auch Schulen können sich selbst wandeln, Stichwort „Draußen Unterricht“. Holger Wiegel kommt vom ASP „Colorado Park“ in Frankfurt, dies ist einer der 3 ASPs die vom Riederwald e.V. getragen werden. Sie haben im offenen Betrieb in Corona-Zeiten seit dem 04.01.2021 Mo – Fr geöffnet. Ca. 70 – 100 Kinder besuchten täglich den Platz. Conny Dötsch ist Mitglied im Vorstand des Aktivspieplatzes „Wilde Wiese“ in Dietzenbach. Dieser hat bereits schrittweise geöffnet, Di – Fr 15.00 – 18.00 Uhr und führt Osterferienspiele durch. Von der Stadt erhalten sie mittlerweile Projektgelder. Sie erhalten viel Besuch von kleinen Kindern mit ihren Eltern aber auch von Schulklassen vormittags, wodurch viele neue Kids aus unterprivilegierten Schichten kommen. Ewa Szczesna und Christina Schimmel arbeiten beide auf der Jugendfarm Pfingstweide in Ludwigshafen, die 2023 ihr 50jähriges Jubiläum feiern kann (da sieht man, wie beständig und unverzichtbar unsere Projekte sind)! Die 10 Mitarbeiter*innen sind direkt bei der Stadt

Ludwigshafen angestellt. Die Farm verfügt über einen Tier- und Reitbereich, einen 2 Bauspielplatz, eine Spielhalle sowie einen Garten. Es gibt sogar einen Kiosk für die Verpflegung der Kinder. Derzeit ist die Farm noch geschlossen, aber die Mitarbeiter*innen sind im Stadtteil, auf WhatsApp sowie Instagram unterwegs und halten auch Einzelkontakte zu den Kindern. Annette Stroh vom Vorstand und Fabienne als Mitarbeiterin von der Jufa Darmstadt schildern ihr Konzept der Teilöffnung mit begrenzten Kleingruppen (1 Betreuer*in, 4 Kinder), die sich per Doodle anmelden; das Gelände wird dabei geteilt. Vormittags können geschlossene Gruppen aus Kitas und Schulen die Farm besuchen und Bildungsangebote wahrnehmen. Daniel John vom ASP Wildgarten in Frankfurt-Sachsenhausen, den es jetzt auch schon 45 Jahre gibt, beschreibt die Teilöffnung für 10 Kids und 2 Betreuer*innen von 13.30 – 18.00 Uhr, allerdings behindern hier Vorschriften wie überall die Besuche. Die dazugehörige Spielstube, die sonst von November bis März öffnet, ist dieses Jahr geschlossen. Filiz Kürbis ist seit Jahren dabei und versucht auf der ehemaligen Galopprennbahn in Frankfurt Niederrad eine Farm zu gründen. Sie hofft, dass sich bis zum 2. Quartal 2022 etwas tut in Zusammenhang mit dem dort geplanten Volkspark. Auch der DFB, der mittlerweile dort seine Zentrale hat, zeigt sich interessiert und will das Projekt unterstützen. Derzeit arbeitet sie auch bei den Ponyzwergen in Ffm-Sindlingen mittleren Kaltenbacher engagiert sich ehrenamtlich im gemeinnützigen Sozialunternehmen „Abenteuer Welt“ in Langen. Sie gehen mit Eltern (insbesondere Väter) und ihren Kindern (3 bis 10 Jahre) am Wochenende auf Abenteuertour in den Wald und auch auf den Bio-Bauernhof Birkenhof in Egelsbach, um spielerisch im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu wirken. Gleichzeitig bieten sie Grundschulen und Kitas einzeln buchbare Bildungsmodule an, um möglichst viele Kinder zu erreichen. Seit Juni 2020 werden sie u.a. von der Aktion Mensch unterstützt. Nähere Infos unter www.abenteuerwelt.org .Timo Schnürpel aus Maintal bietet zusammen mit seiner Frau Tanja Vereinen professionelle Mitgliederverwaltung, Vereinsbuchhaltung und Hilfe bei der Büroorganisation an. Gerade diese Aufgaben überfordern viele Projekte. Man kann mit Ihnen einen Beratungstermin vereinbaren und dann ein unverbindliches Angebot erhalten. Nähere Infos unter www.vereinsservice-schnuerpel.de .Anne Sophie Mont-Reynand will in Riedstadt einen Abenteuerspielplatz initiieren oder auch einen Naturerfahrungsraum schaffen Sachse arbeitet seit 2,5 Jahren beim Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze (BdJA) als Bildungsreferent mit. Er bereitet u.a. die jährlichen Jugendkreativtage (Jukreta) und die Austauschwochenenden des BdJA vor. Häufig kann man in der BdJA-Zeitschrift „Offene Spielräume“ Artikel von ihm lesen. Eines seiner Schwerpunktthemen ist die Partizipation von Kindern und Jugendlichen auf Jufas und ASPs.

Lione Steinecke arbeitet seit Juni 2020 bei den Dreieichhörnchen in einem jungen 3 neuen Team. Im Sommer und Frühherbst fand ein relativ normaler Betrieb statt. Seit dem Lock down im November war die Farm geschlossen. Seit März kommen wieder Kleingruppen im offenen Betrieb und geschlossene Gruppen von Schulen und Kitas besuchen vormittags die Jufa. Natacha Brumant betreibt ehrenamtlich eine kleine Farm in Ffm-Zeilsheim auf 1400 qm mit Bauwagen und Zelt. Es gibt einen Geländeteil mit Ziegen und der Baubereich ist am Entstehen. Eltern mit Kleinkindern aus 2 Haushalten kommen, sonst ca. 10 Kinder. Sie wird von einer Honorarkraft und Stiftungen unterstützt. Gabi Grackensperger baut gerade eine Jugendfarminitiative in Rodgau auf, um perspektivisch einen Verein zu gründen. Es gibt bereits Kontakte mit Bürgermeister, Dezernenten und Ämtern. Diese zeigen sich aufgeschlossen und interessiert. Gisela Löffler arbeitet in der Region Weilburg/Westerwald bei Hessen-Forst und führt dort Projekte mit Kindern wie Waldgarten und Spielgelände am Bach durch. Auch die Gründung einer Kinder- und Jugendfarm oder eines ähnlichen Projektes in dieser Region wird angestrebt.

 

2) Der praktische Betrieb in Corona-Zeiten

Es wurde die doch sehr unterschiedliche Praxis der Öffnungen und des Umgangs mit der Pandemie auf den einzelnen Plätzen geschildert. Einige hatten eine verlängerte Winterpause, viele nutzten die Zeit, um auch aufgeschobene Arbeiten auf dem Gelände, in den Stallungen und an anderen Gebäuden zu erledigen, andere hatten aber auch weiterhin unter Beachtung der Corona-Regeln geöffnet. So beschrieb Holger, dass die 3 ASPs vom Riederwald e.V. nach der Fläche die Besucheranzahl beschränken, was bei 10 qm pro Person für den Außenbereich eigentlich gar keine Beschränkung darstellt. So waren Samstag beim ASP Günthersburgpark 150 Personen auf dem Gelände, sie bauten Hütten, es gab eine Rollenrutsche u. v. mehr. Es gibt wie in allen Einrichtungen Schilder mit den AHA-Regeln und Verhaltenshinweisen. Am Eingang werden die Kontaktdaten hinterlegt, die sie 4 Wochen aufbewahren. Wenn der Abstand eingehalten werden kann, dürfen die Kinder auch die Masken abnehmen. Im ASP Colorado Park, wo Holger arbeitet, halten die Kinder den Abstand auch in der Regel ein. Sie hatten wie alle nur beim 1. Lock down geschlossen. Sie haben dem Gesundheitsamt ihre Regeln vorgelegt und eine mündliche Zusage erhalten. Im Sommer führten sie die Mainspiele 2020 durch; das Gesundheitsamt kontrollierte die Hygienestationen, die Kinder erhielten Bändchen für die Kontakthinterlegung und dann durften sie spielen. Ewa und Christina von der städtisch getragenen Jufa Pfingstweide in Rheinland-Pfalz durften in dieser freien Art gar nicht öffnen und haben als Farm auch derzeit geschlossen, s. o.

Conny vom Aktivspielplatz in Dietzenbach erzählte, dass 35 Personen auf den Platz 4 dürfen, der über 1 h groß ist, eine Mitarbeiter*in steht am Eingang und registriert die Besucher als auch die Anzahl. Wenn der Platz „voll“ ist, müssen Eltern mit Kindern warten. Von der Stadt erhielten sie das Signal, dass sie weiterhin öffnen können. Beim ASP Wildgarten gibt es auch Zeiteinteilungen für die Besuche (14-17 und 17-19 Uhr) mit entsprechender Anmeldung per Telefon, WhatsApp usw. Hier werden die Toilettenbereiche ca. alle 2 Stunden desinfiziert. Bärbel von den Dreieichhörnchen verwies auf die Verordnung zur Beschränkung der Kontakte und die Empfehlung des BdJA. Auf der Seite www.bdja.org kann man verschiedene Hygiene-Konzepte auch von Einrichtungen aus Hessen nachlesen und „abschreiben“, aus denen die Parallelen und Unterschiede im Umgang mit der Pandemie ablesbar sind (u.a. vom Wildgarten und der Schilasmühle in Ffm, der Jufa Oestrich-Winkel oder dem Biberbau in Wiesbaden).Gerade zum Thema Maskenpflicht zeigt sich dies. Es bestand Einigkeit, dass diese in geschlossenen Räumen oder wenn der Abstand nicht einzuhalten ist, z.B. in Eingangsbereichen oder wenn man enger zusammen sitzt/arbeitet/spielt zu tragen sind. Andererseits wird das Maske-Tragen im freien Gelände nicht vorgeschrieben und ist keine Pflicht. Simone und Natacha berichteten gleichzeitig, dass die Abstandshaltung nur schwer durchsetzbar ist, was ja die Voraussetzung darstellt, dass man nicht unbedingt eine Maske tragen muss. Holger verwies auf normale Spielplätze, wo keiner die Abstände kontrolliert (evtl. die Eltern), und auf die Supermärkte, wo in der Regel auch nur Schilder auf die AHA-Regeln hinweisen. Willy betonte, dass Öffnungen dann eher möglich sind, wenn wir uns mehr als Bildungseinrichtungen und nicht so sehr als Freizeiteinrichtungen darstellen. Dies gilt besonders für Schul- und Kitabesuche vormittags, aber auch bezogen auf dem Bildungsaspekt, der im freien und angeleiteten Spiel genauso liegt, wie beim Handwerkeln, Gärtnern oder auch in der Tierpflege und -versorgung, von den sozialen Lernprozessen ganz abgesehen. Angesichts des Leidens der Kinder unter den Kontaktbeschränkungen, den Grenzen des Digitalunterrichts, dass viele Sozialkontakte nicht mehr möglich sind, würde er lieber aufmachen und die Kinder im Abstand auch draußen mit Maske rumlaufen lassen – bei gemeinsamen „Maskenpausen“ und Atemholen als gemeinsames Ritual in über 2m Abstand - als dass wir nicht öffnen können und die Kids zu Hause bleiben müssen. Unser stärkstes Corona Argument ist immer noch, dass fast alles im Freien stattfindet. Es ist kein Lüften wie in Kitas und Schulen notwendig, die ja wenn auch eingeschränkt im Wechselunterricht bisher weiter liefen. Unter der gleichen Beachtung der AHA-Regeln, wie in geschlossenen Räumen ist das Ansteckungsrisiko draußen 20-mal geringer. Bärbel verwies noch auf die in Corona-Zeiten wegfallenden Einnahmen durch ausfallende Feste, Kindergeburtstage u.a. und forderte auch schnellere Impfmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter*innen analog zu Erzieher*innen und Lehrer*innen in Kitas und Schulen.

Ich habe dem Sozialministerium entsprechend geschrieben.

Kurze Pause

 

3)Naturerfahrungsräume (NER)

Willy stellt kurz das Konzept von NER vor: Diese gibt es bereits besonders in Berlin und Bochum aber auch in anderen Groß- und Kleinstädten. Es ist ein natürlicher Raum, der mindestens 10.000qm groß sein sollte und möglichst 2 verschiedene Landschaftsformen hat (z. B: Wald, Wiese, Gebüsch, Gewässer ungefährlicher Art ...). Es ist eine „wilde Fläche“ in der Wohnumgebung oder nahe dieser, auf der Kinder in ihrer Freizeit unbeaufsichtigt spielen (frei entdecken, verstecken, aber auch eigenständig mit Naturmaterial bauen) und so aktiv handelnd mit der Natur in Kontakt treten können. Es gibt hier kein kontinuierliche pädagogische Angebote sondern eine*n Kümmerer*in oder auch eine Initiative/Projektgruppe, der/die nach dem Gelände schaut, es extensiv pflegt, notwendige Schnitte (Brombeeren o.ä.), Müllentsorgung, für die Verkehrssicherheit sorgt, z. B. sicherheitsrelevante Baumsicherung veranlasst, kontrolliert, dass er z. B. hundefrei bleibt (Kot), Wünsche der Nutzer*innen berücksichtigt und auch die Umgestaltung durch Kinder ermöglicht. Dieser Raum sollte einen Eingangsbereich mit Kennzeichnung haben, evtl. auch eine Abgrenzung und ist in erster Linie nutzbar für Kinder, aber auch begleitende Eltern von Jüngeren haben Zutritt. Kitas, Schulen, Betreuungseinrichtungen und andere Gruppen können eine solche Fläche ebenfalls für ihre Arbeit nutzen, der/die Kümmerer*in könnte Termine koordinieren. Es ist kein Spielplatz mit DIN genormten Geräten. Vorstellbar wäre ein Regenunterstand mit Bänken und Tischen, evtl. auch eine Kompost-Toilette. Man kann NER auch als Oase für Kinder in freier Natur bezeichnen. Näheres zu Naturerfahrungsräumen, unter www.stiftung-naturschutz.de/ner(hier gibt es auch einen Film und einen Leitfaden dazu) oder www.bfn.de. Das Konzept entstand bereits in den 90er Jahren als neue Grünflächenkategorie und jetzt baut der BdJA einen neuen Fachbereich Naturerfahrungsräume auf, um die Idee weiterzuverbreiten, s. a. www.naturerfahrungsraum.de (Hier ist unter „Wissenspool“ auch ein Flyer zu NER herunterladbar).Es wäre keine Konkurrenz für unsere Einrichtungen und Willy findet diese Idee gigantisch gut, da sie 1. schneller zu realisieren ist als eine Jufa bzw. ein ASP, es deshalb 2. viel mehr davon entstehen werden und sie 3. ein Anfang, eine Initialzündung für eine Farm / einen Asiat Personal und gezielten Angeboten werden kann. Gerade für die AJAHler*innen, die noch keine Farm/ASP an ihrem Ort haben, wäre es ein tolles Zwischenziel und ein Schritt der allein bereits den Kids unheimlich viel bringen würde. Wenn ihr euch dafür begeistern könnt und überlegt es umzusetzen, sprecht den AJAH an!

 

4) Arbeit des AJAH 2020

Willy erläuterte den bereits gemailten Sachbericht über die Arbeit des AJAH für 2020, deren Schwerpunkt natürlich der Umgang mit der Corona-Pandemie in unseren Einrichtungen und die Chancen der Öffnungen war. Ziel ist es immer gewesen, den Kindern das Rausgehen gerade zu unseren Einrichtungen zu ermöglichen. Die Aufstellung der Ausgaben des AJAH wurde auch wie der Sachbericht am 12.03.21 per Mail versandt. Willy erklärte diese und die Teilnehmenden billigten sie soweit. Wegen der Kurzfristigkeit der Zusendung konnten Einsprüche und Bedenken noch 2 Wochen eingegeben werden, was aber niemand getan hat.

 

5) Partizipation von Kindern, Jugendlichen und Engagierten auf Jufas und ASPs.

Jo Sachse vom BdJA informierte über die Umfrage des BdJA zum Thema Partizipation. 1/3 der Plätze arbeiten demnach ohne Konzepte dazu bzw. ohne bewusste Beteiligung der Kinder und Jugendlichen. Er betonte wie wichtig die Mitbestimmung im Hinblick auf die Erziehung zur Demokratie ist, alleine schon um dem Rechtsruck etwas entgegenzusetzen. Bärbel forderte, dass Kinder und Jugendliche nicht nur Kleinigkeiten mitentscheiden sollten, sondern auch an grundsätzlichen Entscheidungen beteiligt werden sollten. Jo erzählte, dass das Konzept der Wuppertaler Jufa am weitesten geht: Hier bestimmen sie sogar bei Einstellungen von Mitarbeiter*innen mit. Daniel John, der an einer freien Schule mitgearbeitet hatte, stellte die Frage, wie eine intensive Beteiligung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit ermöglicht werden kann. Willy meinte, dass man erst in den Teilbereichen Demokratie praktizieren kann, die die Kinder nachvollziehen können. Wenn eine Gruppe die Farm/den ASP bereits länger besucht bzw. sie hier „groß geworden sind“ können sie mündiger und kompetenter mitentscheiden. Wenn sie kontinuierliche Besucher*innen sind, können sie auch einen Beirat bilden. Hier stellte sich die Frage, ob es ein Papier/ein Beispielkonzept gibt, was die maximalen Ziele, aber auch vor allem die realistischen Entwicklungsschritte dahin aufzeigt. Gabi verwies in diesem Zusammenhang auf die Schülervertretungen (SV), in denen die Schüler ihre Schulen mitgestalten und die Interessen ihrer Mitschüler*innen einbringen können. Der Vorteil der Schulen besteht in der Kontinuität, dem täglichen Besuch und den festen Zeiten, während die Flexibilität und die Freiheiten in unseren Einrichtungen wesentlich größer sind. Damit ist auch der potentielle Mitentscheidungsspielraum bei uns inhaltlich freier und weniger festgelegt. Bei weniger Vorschriften und Vorgaben können Ideen der Kids auch eher umgesetzt und ausprobiert werden. So wäre es zu überlegen, gemeinsame Beschlüsse/Entscheidungen/Vereinbarungen jeweils zu Beginn oder am Ende eines Tages oder eines Angebotes zu treffen, damit der Zeithorizont überschaubar bleibt. Dies schließt nicht die Mitentscheidung über langfristige Ziele aus.

 Protokoll: Willy Juch

 

Im Folgenden noch einmal die Fördermöglichkeiten, 5 die ich bereits am 20.11.20 herumgeschickt habe:

https://www.kreis-offenbach.de/Themen/Gesundheit-Verbraucher-schutz/akut/Corona/Was-beinhaltet-das-Hilfspaket-f%C3%BCr-Vereine-und-Kulturschaffende.php?object=tx,2896.5&ModID=7&FID=2896.8933.1&NavID=2896.1061&La=1Naussauische Heimstätte „Stark für Dein Projekt

https://www.starkfuerdeinprojekt.de/psd-Bank – MitMenschen gemeinsam stark

https://www.psdbank-ht.de/ihre-psd-bank/stiftung/stiftung-mitmenschen/c401.htmlLand Hessen Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“

 https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/kommunen-und-vereine/soforthilfe-fuer-gemeinnuetzige-vereine75 % des Umsatzes des Vorjahres. Unbedingt bei Timo nachfragen, er hat einen Workshop dazu.  

Infos:https://www.vereinswelt.de/coronavirus-was-sie-als-vereinsvorstand-wissen-muessenhttps://www.kreis-offenbach.de/Themen/Gesundheit-Verbraucher-schutz/Gesundheitswesen/Infektions-schutz/index.php?object=tx,2896.9127.1&NavID=2896.613&La=1

Man kann zusammenfassen, dass es viele unterschiedliche Praktiken im Umgang mit Corona auf den einzelnen Farmen gibt. Es ist schwer eine einheitliche Linie zu finden, nicht zuletzt wegen der sich immer wieder wechselnden Vorgaben entsprechend der Pandemieentwicklung und der unterschiedlichen Entscheidungsträger (Stadt/Gemeinde, Kreis, Land, Bund, Schulleitungen usw.).Unsere Einrichtungen können unter Betonung des Bildungsaspektes eher weiter betrieben werden, als wenn wir den Schwerpunkt auf Freizeit setzen.